TravelRoads.com

Home | Your Brochures | Contact Us | List Your Company


Search: 

South Africa by 4x4 Drive


Premiere am Kap




Erst wer Südafrikas legendäre Gravel Roads mit Highspeed absolviert, weiß, was Freiheit sein kann! Mit mehr als 140 Sachen fliegen unsere Mitsubishis durch die karmesinrote Unendlichkeit der Großen Karoo. Wir sind auf dem Weg in die Baviaans Wilderness Area, die zu den wildesten und unbekanntesten Regionen dieser faszinierenden 500.000 Quadratkilometer großen Halbwüste zählt. Wir, das sind 18 neue Freunde vom Club Ralliart und Reiner Hensel, der offizielle Begleiter von Mitsubishi Motors Deutschland.
Verteilt auf vier Pajeros und sechs L200 Pickups werden wir in den nächsten zehn Tagen die Eastern und Western Kap-Provinzen erkunden, werden durchs Land der Strauße fahren und über historische Schotterpässe kriechen, werden vorzügliche Boerewors (Burenwurst) probieren und erlesene Weine verkosten und den phantastischen Panoramablick vom Tafelberg genießen.
Zuvor nehmen wir jedoch die südafrikanische Fauna in einem der zahlreichen privaten Wildparks unter die Lupe. Deren Konzept ist die dezente Teilhabe am Leben im Busch. Dazu gehören Geduld und der Wille zur Alltäglichkeit. Schrille Action ist dort ebenso verpönt wie klimatisierte Salonsafaris. Eine der besten Adressen in der Provinz Eastern Cape ist das Timbila Game Reserve zu Füßen des 1.627 Meter hohen Baviaanskloofberg. „Die Big Five, Löwe, Nashorn, Leopard, Elefant und Kaffernbüffel, haben wir zwar nicht zu bieten“, gesteht Philip Theunissen, der Besitzer des Reservats. „Aber dafür 150 Vogel- und 25 Huftierarten“. Und mehrere 4x4-Trails, die äußerste Konzentration, Mut und fundiertes Offroad-Können fordern. Bis zur Dämmerung toben wir uns auf schmalen Geröllpfaden aus, die unseren Mitsubishis nicht steil genug sein können. Kaum einer, der noch Augen für Springbock, Impala und Giraffe hat - jeder Meter der wunderschönen Tracks wird ausgekostet. In der Lodge des Hauptcamps tanzen Funken im Kaminfeuer. Die Köchin, eine verschmitzt lächelnde Alte vom Volk der San, der Buschmänner, serviert superzartes Gulasch vom Kudu, der größten afrikanischen Antilope. Und Philip reichlich Jägerlatein: Die Story von der Impala, die vom Leoparden gejagt und vom Scheinwerfer geblendet direkt in den Landrover sprang. Oder die des Japaners, der im Sabi Sabi Game Reserve aus dem Wagen stieg, vor dem Löwen zum Schnappschuss posierte und sogleich gefressen wurde.
Südafrikas schönste geschotterte Passstraße steht am nächsten Tag auf dem Programm. Der 1888 eröffnete Swartberg Pass schlängelt sich auf einer Strecke von 27 Kilometern knapp 1.600 Meter hoch und bringt uns zu den Cango Caves, einer der spektakulärsten Tropfsteinhöhlen der Welt. Tipp für Superschlanke und nicht an Klaustrophobie Leidende: Neben dem normalen Rundgang wird dort auch eine zweistündige Adventure-Tour angeboten, die bis in die entlegensten Kammern führt und hält, was sie verspricht: Im so genannten Chimney zum Beispiel verengt sich der Gang zu einer fünf Meter langen Röhre, deren Durchmesser weniger als 40 Zentimeter beträgt!
Als reine Idylle präsentiert sich dagegen unsere nächste Unterkunft: die von wildem Wein umrankte Oudemuragie Guest Farm inmitten der majestätischen Swartberge. Bei Tee und Gurkensandwiches warten wir, vom Duft eines in voller Blüte stehenden Rosengartens betört, auf Katot Mayer. Der kleine drahtige Mittsechziger, der sommers wie winters barfüßig und in Shorts durch die Gegend läuft, gilt als einer der besten Geländewagenfahrer des Schwarzen Kontinents. Und hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht: Nicht weit von hier betreibt er ein Trail-Camp, dessen Highlight ein Teilstück des berühmt-berüchtigten Burchells Oxwaggon Trail ist. Pünktlich auf die Minute fährt Katot in einem 57 Jahre alten Land Rover vor. Doch er kommt mit schlechten Nachrichten: Wegen der starken Regenfälle der letzten Tage ist es leider nicht möglich, den extrem steilen Trail zu befahren. Wegen unserer enttäuschten Gesichter erklärt sich Katot aber spontan bereit, in den Hügeln hinter der Farm eine Offroad-Fahrstunde abzuhalten. Erstaunlich, welche Qualitäten die L 200 auf den Sandsteinfelsen beweisen! Sie wackeln zwar wie Matchbox-Autos durchs Gelände, doch dafür meistern sie Löcher, in denen sogar Katots betagter, aber perfekt gepflegter Landy hängen bleibt.
Dank Paul und Kobus, unseren Tourguides, finden wir am nächsten Tag mit dem Prince Alfred Pass zudem die aufregende Alternative zu Burchells historischer Ochsenwagenroute. Über dramatisch ineinander geschlungene Bergrücken geht’s auf der 60 Kilometer langen Bilderbuch-Schotterpiste runter ans Meer in das St. Tropez Südafrikas: Knysna. „Its nice in Nysna“, vernuscheln die Einheimischen angelsächsisch das K vor dem Namen. Landschaftlich ist es sicher einer der schönsten Abschnitte der 3000 Küstenkilometer Südafrikas. Und auch Feinschmecker mit einem Faible für Meeresfrüchte kommen in der Austernmetropole voll auf ihre Kosten. Stets empfehlenswert ist der Catch of the Day, der auch Linefish genannt wird, das also, was der Fischer gerade frisch an die Angel bekam. Der Crayfish (Languste), der von der kühleren Atlantikseite kommt, kostet lächerlich wenig, und die wunderbaren Sauvignons (von Klein Constantia, Mulderbusch oder Villiera) und Chardonnays (von de Wetshof, Glen Carlou oder Hamilton Russel) begleiten die Krustentiere und Fische aufs köstlichste.
Nur ungern verlassen wir das schmucke Seafood-Paradies, aber in der Little Karoo warten noch hunderte von Kilometern mit feinstem Schotter auf uns. In Mossel Bay verlassen wir am nächsten Morgen die klassische, an der Küste des Indischen Ozeans entlangführende Garden Route, queren den Robinson Pass und die Attakwasberge und durchqueren staunend die endlose Weite dieser überraschend fruchtbaren Halbwüste. Wie Hagelkörner in einem wilden Gewitter prasseln die rostroten Kieselsteine gegen den Unterbau des Pajero. Erst in Barrydale, wo wir auf die perfekt ausgebaute Route 62 treffen, hat der wilde, staubige Ritt ein Ende. Route 62? In Südafrika? Der Name erinnert natürlich nicht zufällig an die legendäre Route 66 in den USA, die Chicago mit San Francisco verbindet. Wie ihre große Schwester ist die 62 eine Landstraße im besten Sinne. Aufregend und inspirierend. Romantisch und wild. Selbst die Binsenweisheit „Sex sells“ gewinnt auf der 500 Kilometer langen Traumroute zwischen Kapstadt und Oudtshoorn eine neue Bedeutung: Mitten im Niemandsland betreibt der Farmer Frank Ronald Price eine Kneipe mit Farmshop. „Ronnies Shop“ stand in roten Lettern auf dem weiß getünchten Haus. Der Fernfahrertreff lief eher bescheiden, bis eines Tages seine Freunde im Suff das Wort „Sex“ dazupinselten. In kürzester Zeit platzte der spartanisch eingerichtete Pub aus allen Nähten, und es gab kaum jemanden, der nicht in „Ronnies Shop“ Halt machte. Die Wände seines - garantiert sexfreien - Shops sind mittlerweile voll mit Visitenkarten und Touristengrüßen aus aller Welt.
Nach einem Abstecher ins Sanbona Reserve bei Montagu, wo zwei Wildlife-Fanatiker ein 50000 Hektar großes Stück der Little Karoo einzäunten und begonnen haben, Büffel, Löwen, Elefanten, Antilopen und Zebras auszusetzen, erreichen wir das Schlaraffenland der südafrikanischen Weinkönige. Der Atlantik und die häufigen Nebelbänke, die bis in die Berge hinaufsteigen erzeugen 200 Kilometer um Kapstadt ein ideales Klima für den Anbau von Shiraz, Merlot und Cabernet Sauvignon. Kein Wunder, dass einen das Angebot an Weingutbesichtigungen entlang der R 62 geradezu erschlägt. Sehr intim und familiär sind die so genannten Country Houses mitten im Grünen. Das „Nuy Valley Guest House“ der Winzerfamilie Conradie ist ein solches. Bei einem opulenten Candlelight-Dinner im Cape Malay-Stil lassen wir die vergangenen Tage Revue passieren und sind uns einig: Die Schotterpisten und -pässe im Hinterland der Kap-Provinzen machen süchtig.
Kann man Südafrika verlassen ohne Kapstadt besucht zu haben? Kann man, sollte man aber nicht. Die quirlige Drei-Millionen-Metropole, Spielstätte bei der Fußballweltmeisterschaft 2010, boomt wie nie. Weil es nirgendwo so multikulturell zugeht wie hier. So originell. So kreativ. Und weil das Umland einfach atemberaubend ist. Echte Kapstadt-Gefühle erlebt man deshalb erst, wenn man der City den Rücken kehrt: beim Flanieren am traumschönen Camps Bay Beach, beim Picknick in einem der umliegenden Weingüter, beim Sonnenuntergang auf dem Tafelberg oder beim Besuch des malaiischen Bo-Kap-Viertels. Die engen Gassen mit ihren Häusern in Schweinchenrosa, Türkis und Lila, über deren Dächern der Muezzin zum Gebet ruft, sind derzeit total angesagt. Ganz besonders wegen der vielen exzellenten Restaurants mit ihren raffinierten Speisen, deren Gewürze den kulinarischen Meltingpot am schönsten Ende der Welt so unwiderstehlich machen. Kapstadt ist eine wunderbare Mischung aus Himmel, Bergen und Meer. Ist Lebensfreude. Und der krönende Abschluss einer aufregenden und facettenreichen Offroad-Reise, bei der man gerne zum Wiederholungstäter wird.


Info

Hoteltipps

Bhejane Lodge and Game Reserve
Willowmore
Tel. und Fax +27(0)449231816
www.bhejane.co.za
Mail info@bhejane.co.za
Zeltcamp und zwei luxuriöse Chalets in traumhafter Lage im Groot River Valley.
Chalet ab 50 Euro, Luxuszelt mit Doppelbett ab 40 Euro.

Crislins Citrusfarm B&B
Addo
Tel. +27(0)422330022, Fax - 0726
www.africanhuts-addo.co.za
Mail chrislinbb@webmail.co.za
Ein Dutzend traditioneller Lehmhütten inmitten einer Zitronenfarm.
DZ mit Frühstück 40 Euro. Auf Wunsch auch ausgezeichnetes Dinner.

Knysna River Club
86 Knysna 6570
Sun Valley Drive
Tel. +27(0)443826483, Fax -84
www.knysnariverclub.co.za
Mail knysna-riverclub@pixie.co.za
Modern ausgestattete Chalets im Stil der typischen südafrikanischen Yellow-Wood-Häuser an der Lagune von Knysna. Ab 70 Euro pro Tag.

Sanbona Wildlife Reserve
PO Box 149, Montagu, 6720
Tel. +27(0)285721365, Fax -61
www.sanbona.com
Eine der exklusivsten Lodges in Südafrika in traumhafter Landschaft. Zehn luxuriöse Zimmer in Tilney Manor und der Khani Lodge. DZ mit Vollpension und Game Drive ab 350 Euro pro Person.

Restauranttipps

The Africa Cafe
Kapstadt
108 Shortmarket St.
Tel. +27(0)214220221
www.africacafe.co.za
Reichhaltiges Büfett, das den kulinarischen Reichtum Afrikas präsentiert - von Tunesien bis Südafrika.

Boschendal Wine Farm
Groot Drakenstein
Tel. +27(0)21874272
www.boschendal.com
Eines der schönsten und erfolgreichsten Weingüter in Südafrika. Ausgezeichnetes Restaurant. Bei gutem Wetter ein Muss: Das Le Pique Nique - ein französisches Picknick unter uralten Pinien für 15 Euro pro Person.

Veranstalter

T.J.K. Tours
Events and more
Industriestraße 4 A
63584 Rothenbergen
Tel. 06051/473808
Mail info@kampf.net
www.kampf.net
Spezialist für Incentive-Aktionen und maßgeschneiderte Touren durch Südafrika.

Allgemeine Informationen

South African Tourism
An der Hauptwache 11
60313 Frankfurt am Main
Tel. 069/9291290
www.southafricantourism.de

Weitere Infos zu den beiden Kap-Provinzen gibt es im Internet unter:
www.sacape.co.za

Die nächste Offroad-Reise des Club Ralliart findet voraussichtlich im November 2007 statt und führt nach Island.

Kontakt:
Mitsubishi Club Ralliart
Hessenauer Straße 2
65468 Trebur
Tel. 06147/207 367, Fax - 229
info@club-ralliart.de
www.mitsubishi-motors.de/events/offroad/reisen





Written by

Franz Michael Braunschläger

on 26 February 2007.

Franz Michael Braunschläger's Image


More Articles by Franz Michael Braunschläger

Weg in die Traumzeit-Welt

On the Lurujarri-Trail


More South Africa Articles

Adventures in Cape Town

by Heidi Gallo

Perry Golf Tours

by Mary Jo Plouf

Sun City's Taj Mahal

by DAVID WILSON

South Africa by 4x4 Drive

by Franz Michael Braunschläger


South Africa Brochures


© 2012 Marco Polo Publications, Inc. | Contact Us | Login |